Kostenloser EM Einführungskurs – Ehrliches Mitteilen nach Gopal Norbert Klein
Anna Lisa Corrinth
Der Wunsch nach mehr Verbundenheit, Lebensfreude und tiefer Begegnung führt viele Menschen zum Ehrlichen Mitteilen.
Als Anfänger eignet sich eine offene Gruppe zum Hineinschnuppern und für erste Erfahrungen. In einer geschlossenen Gruppe können mehr Vertrauen und Nähe entstehen, wodurch im Lauf der Zeit oft tiefere Gefühlsschichten auftauchen und mitgeteilt werden können.
Level 1 bedeutet, dass beim EM jeder ausschließlich über sich selbst spricht. Bezugnahmen auf das Gegenüber, also Du-Sätze, sind tabu. Bei Level 2 darf dagegen beim Mitteilen auf andere Bezug genommen werden. Zum Beispiel dürfen Sätze gesagt werden wie: „Mein Kopf denkt, dass ich deinen Blick gerade als ablehnend interpretiere.“
Wenn du feststellst, dass du dich nach der EM-Runde mit Level 2 gestresst oder unruhig fühlst, könnte das entweder daran liegen, dass in der Gruppe über die Bezugnahmen subtil ausagiert wird, oder dass dein Nervensystem noch nicht bereit für Level 2 ist.
Lokale Gruppen nach Gopal sind Selbsthilfegruppen – es gibt keine offizielle Ausbildung für Gruppenleiter. Jede Gruppe wird daher individuell durch die jeweilige Leitung geprägt. Wenn du feststellst, dass der Ablauf aus dem Merkblatt nicht eingehalten wird oder du dich unwohl fühlst, sprich es zunächst im persönlichen Gespräch mit dem Gruppenleiter an. Bleibt das ungute Gefühl, suche dir eine andere Gruppe oder gründe selbst eine. Gopal ermutigt dazu ausdrücklich.
Viele Menschen mit einem Traumahintergrund meinen, sie müssten sich zu etwas zwingen oder etwas aushalten, das ihnen nicht guttut, damit sich etwas ändern kann. Das Gegenteil ist der Fall: Der Raum sollte sicher genug sein, sodass du dich nicht überforderst – und idealerweise entspannt und reguliert nach Hause gehst. Starke Gefühle können durchaus mal auftauchen, anhaltender Stress ist dagegen kein gutes Zeichen.
Ein guter Gruppenleiter findet eine Balance zwischen Einfühlsamkeit und Klarheit. Die Teilnehmer werden wertschätzend behandelt, auch wenn sie mal Fehler machen. Gleichzeitig herrscht Transparenz, z.B. was Pünktlichkeit, die Raumspende oder das gemeinsame Aufräumen angeht. Teilnehmer, die Konflikte inszenieren (auch solche gibt es leider hin und wieder), werden freundlich, aber bestimmt aufgefordert, sich an die Regeln zu halten oder die Gruppe zu verlassen.
Generell macht es wenig Sinn, in einer Gruppe auszuharren, in der du dich nicht sicher fühlst oder in der die EM-Regeln nicht eingehalten werden. Gründe im Zweifelsfall lieber deine eigene Gruppe. Im folgenden Leitfaden vom Arbeitskreis Ehrliches Mitteilen findest du eine kurze Anleitung zur Gruppengründung.
Eine Lokale Gruppe kann ein kraftvoller Ort für Verbindung, Sicherheit und persönliche Entwicklung sein – mit Menschen, die genau wie du an Kontakt und Begegnung interessiert sind.
Nimm dir die Zeit, die für dich passende Gruppe zu finden, höre auf dein Bauchgefühl und erlaube dir, in deinem eigenen Tempo anzukommen. Ehrliches Mitteilen ist ein Weg, der nicht von Schnelligkeit lebt, sondern von Sicherheit, Klarheit und Kontinuität.
Neugierig auf das EM geworden? In meinem kostenlosen Einführungskurs erkläre ich die Regeln Schritt für Schritt – schau gern rein und probiere es selbst aus.
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