Im Verlauf dieses Kurses hast du dich intensiv mit den verschiedenen Bestandteilen deiner Gefahrenprojektion beschäftigt. Nun geht es darum, wie du die neuen Erkenntnisse am besten nutzen kannst, um deine Projektionen erfolgreich aufzulösen – für immer mehr Leichtigkeit und Freude und mehr Verbundenheit mit anderen Menschen.
Gefahrenprojektionen lassen sich am besten mit einem erfahrenen Therapeuten oder einer Therapeutin auflösen – im Gruppensetting oder in der Einzeltherapie.
Dein Therapeut unterstützt dich dabei, die einzelnen Bestandteile deiner Gefahrenprojektion noch genauer zu erkunden. Im direkten Kontakt mit einem sicheren Gegenüber können diese sich in einer größeren Tiefe zeigen, als es dir bei der reinen Selbsterkundung möglich ist.
Er oder sie leitet dich an, die Projektionen konkret abzufragen und die Antworten darauf wirklich bei dir ankommen zu lassen. Gleichzeitig bekommst du Hilfe dabei, immer mehr im sicheren Kontakt anzukommen – durch Experimentieren mit Nähe und Abstand, wiederkehrende Einladungen zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion und – vielleicht am wichtigsten – durch gemeinsames, friedliches Da-Sein.
Hier kannst du Therapeuten für Projektionsauflösungen finden:
– Gopals Veranstaltungen
– Angebote der von Gopal ausgebildete Floating-Therapeuten
– Therapeutenfinder (Therapeuten und Coaches aus dem EM-Feld)
– Probeklientenbörse (Therapeuten und Coaches in Ausbildung zu ermäßigten Preisen)
Wenn man als Zuschauer bei Projektionsauflösungen, z.B. bei Floating-Seminaren oder den „Gesprächen mit Gopal“ dabei ist, erlebt man des Öfteren mit, wie bei Klienten tiefgreifende Regulierungsprozesse passieren.
Der Klient fragt seine Gefahrenprojektion ab, z.B.: „Mein Kopf denkt, dass du vorhast, gleich wegzugehen. Stimmt das?“ Er bekommt die Antwort: „Nein, das stimmt nicht. Ich gehe nicht weg.“ Oft ist von Außen deutlich sichtbar, wie diese Antwort beim Klienten „ankommt“: Er atmet plötzlich tiefer, fängt an zu lächeln, teilt Entspannung und Freude mit. Oft berichten Klienten nachträglich, dass in diesem Moment ein nachhaltiger Shift in ihrem Nervensystem passiert ist, der ihrem Leben dauerhaft mehr Leichtigkeit verliehen hat.
Das ist aber nicht in jeder Projektionsauflösung der Fall. Häufig kommt es auch vor, dass man als Klient oder Klientin die Antwort, die man vom Gegenüber bekommt, erst einmal gar nicht glauben kann. Man hört sie, aber sie „sickert noch nicht ganz durch“.
Typisch ist auch, dass alte Programme, wie man meint, sich verhalten zu müssen, immer wieder anspringen, z.B. das Programm: „Ich muss etwas leisten, damit der andere bei mir bleibt.“ Veränderungen an tief verankerten Schutz- und Abwehrmechanismen brauchen einfach ihre Zeit. Hier ist es wichtig, sich selbst nicht unter Druck zu setzen oder zu beschämen.
Eine Projektionsauflösung kann einen deutlichen Shift im Nervensystem bewirken. Die Verankerung und Integration der neuen Erfahrung ist jedoch ein fortgesetzter Prozess. Das tiefe Begreifen, dass Beziehungen heute wirklich sicher sind, braucht seine Zeit – zum Beispiel in einer längeren einzeltherapeutischen Begleitung oder langfristigen, stabilen Beziehungen, die auf ehrlichem Austausch und respektvollem Miteinander beruhen.
Wer schon einige Erfahrungen mit Projektionsauflösungen gesammelt hat, beginnt automatisch, seine eigenen Gefahrenprojektionen und unbewussten Verhaltensmuster immer genauer wahrzunehmen.
Das ermöglicht es, sie auch auf eigene Faust, im Privatleben abzufragen – am besten mit Menschen, die mit dem Konzept der Projektionsauflösung vertraut sind.
Wenn im Kontakt mit einem anderen Menschen Stress auftaucht, lohnt es sich, die drei Bestandteile der Gefahrenprojektion unter die Lupe zu nehmen:
Wenn dein Gegenüber dazu bereit ist, kannst du alle drei Bestandteile einfach im Gespräch erfragen, z.B. so: „Ich merke, bei mir taucht eine Gefahrenprojektion auf, kann ich die mal eben abfragen?“
Je häufiger man seine Projektionen in dieser Weise abfragt, desto öfter kann man die Erfahrung machen, dass Situationen häufig eigentlich sehr viel einfacher und unkomplizierter sind, als das eigene Kopfkino es einem suggeriert.
Situationen, die früher häufig Anlass zu Konflikten und Abstand gewesen wären, können heute dazu führen, dass Bindungen immer entspannter, tiefer und vertrauensvoller werden. So tragen Projektionsauflösungen dazu bei, den Alltag und die zwischenmenschlichen Beziehungen nachhaltig zum Positiven zu verändern.