In diesem Modul gehen wir näher auf die vier Bedrohungen ein, die in unserer Vorstellung von anderen Menschen ausgehen können.
Wichtig: Dieses Modul kann bei manchen Menschen starke Gefühle auslösen. Nimm dir bewusst Zeit und bearbeite es nur, wenn du dich stabil genug fühlst.
Wenn nötig, unterbrich die Bearbeitung und setze sie zu einem späteren Zeitpunkt fort oder hole dir professionelle therapeutische Unterstützung bei der Untersuchung deiner Gefahrenprojektionen.
Hier noch einmal die vier verschiedenen Bedrohungsszenarien:
Für jede der vier Kategorien findest du im Folgenden eine ganze Reihe konkreter Beispiele. Lies sie dir in Ruhe durch und schaue, auf welche dieser Befürchtungen du eine Resonanz hast. Kreuze an, was dir bekannt vorkommt.
Gehe dabei verschiedene Menschen aus deinem Leben innerlich durch. Achte darauf, welche dieser Befürchtungen bei ganz unterschiedlichen Personen immer wieder auftauchen – auch (und gerade) dann, wenn diese Menschen objektiv betrachtet gar nicht so handeln.
Du rechnest unterschwellig ständig damit, dass du deinem Gegenüber zu viel bist und derjenige bei der nächstbesten Gelegenheit weggehen und dich verlassen könnte.
Du rechnest unterschwellig ständig damit, dass dein Gegenüber dich angreifen könnte, wenn du dich nicht so verhältst, wie er es sich vorstellt oder wünscht.
Auch wenn es einen erwachsenen Teil von dir gibt, der weiß, dass diese Reaktionen eher unwahrscheinlich sind, gibt es doch einen Teil von dir, für den diese Bedrohungen im Hintergrund immer mitlaufen.
Du rechnest unterschwellig ständig damit, dass dein Gegenüber sich aus der Verbindung mit dir innerlich ausklinken könnte, weil ihm etwas an deinem Verhalten nicht passt oder ihn überfordert. Der andere droht dich zu ignorieren, obwohl ihr im gleichen Raum seid oder euch am gleichen Ort aufhaltet.
Du rechnest häufig damit, dass der andere dich manipuliert, um einen Pseudokontakt herzustellen, der dich überfordert und vereinnahmt, statt dich wirklich zu nähren.