Kostenloser EM Einführungskurs – Ehrliches Mitteilen nach Gopal Norbert Klein
„Es gibt nur ein Problem auf der Welt: zu wenig Geborgenheit durch Verbundensein.“
Gopal
Was ist Ehrliches Mitteilen? EM ist eine Selbsthilfemethode, die von dem Traumatherapeuten Gopal Norbert Klein ins Leben gerufen wurde. Sie ermöglicht es, in einen vertieften Kontakt miteinander zu kommen, durch das unmittelbare Mitteilen dessen, was wir im Alltag oft verschweigen: unsere Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken.
Das Ehrliche Mitteilen hat eine klare Form: Jeder teilt sich für eine vereinbarte Zeit von fünf bis zehn Minuten ungestört mit, während die anderen zuhören.
Alle Sätze werden mit einem Satzanfang eingeleitet, der die jeweilige Ebene kenntlich macht (Körperempfindung, Gefühl, Gedanke). Dies sorgt für ein sehr achtsames und bewusstes Sprechen, das häufig sofort ein Gefühl tiefer Verbundenheit bewirkt.
EM kann in der Gruppe oder zu zweit, zum Beispiel in der Partnerschaft, praktiziert werden.
Kostenlos, interaktiv, von Gopal empfohlen
…sind bereits in näherer
Planung.
Eine Anleitung für Einsteiger
Ein Blick hinter die Kulissen
Die wichtigsten EM-Dokumente
Zum Ausfüllen mit
Papier und Stift
Alle wichtigen Links für EM-Einsteiger
Links aus der EM-Community
Das Ehrliche Mitteilen hat zahlreiche positive Wirkungen. Diese werden jedoch nicht aktiv als Ziele verfolgt, denn es geht beim EM um die absichtslose Begegnung im Hier und jetzt. Positive Entwicklungen passieren von selbst, wenn durch den vertieften Kontakt mehr Regulation im Nervensystem entsteht. EM-Praktizierende berichten häufig Folgendes:
mehr Entspannung im Alltag
stärkeres Gefühl von Verbundenheit
mehr Harmonie in der Partnerschaft
ein neuer Partner taucht auf (bei Singles)
langsame Veränderung von traumabedingten Mustern, z.B. bessere Abgrenzungsfähigkeit oder mehr emotionale Offenheit
gesundheitliche Verbesserungen durch Regulationsprozesse im Nervensystem
Das EM eignet sich für Menschen, die...
sich nach mehr Verbindung und Kontakt sehnen.
Einsamkeit überwinden möchten.
sich mehr Verbundenheit in der Partnerschaft wünschen.
im Alltag gern entspannter wären.
Wichtig: Beim EM gibt es keine therapeutische Begleitung. Eine gewisse psychische Stabilität ist daher Voraussetzung. Menschen mit schweren Traumatisierungen wird empfohlen, zunächst eine bindungsorientierte Therapie im Zweiersetting zu machen.
Empfehlenswert ist eine regelmäßige Praxis mit vertrauten Menschen über einen längeren Zeitraum. Die Häufigkeit ist dabei zweitrangig. Jeder sollte darauf achten, was ihm persönlich guttut. Typische Rhythmen sind z.B.:
Gruppe: einmal pro Woche oder alle 14 Tage
Paarbeziehung: von einmal pro Tag bis alle 14 Tage
wechselnde Konstellationen online: maximal ein EM mit derselben Person pro Tag, mehrere Runden täglich mit verschiedenen Personen möglich
Eine EM-Sitzung hat einen festen Ablauf:
2 bis 8 Teilnehmer sitzen sich gegenüber bzw. im Kreis.
Jeder teilt sich für eine vereinbarte Zeit von 5-10 Minuten ungestört mit.
Beim Mitteilen werden drei Satzanfänge benutzt („Ich spüre…“ „Ich fühle…“ „Mein Kopf denkt, dass…“).
Die anderen hören aufmerksam zu.
Das Mitgeteilte wird nicht kommentiert, weder währenddessen noch hinterher.
Es gibt viele Möglichkeiten, EM zu praktizieren:
in der Partnerschaft
im Freundes- und Bekanntenkreis
in einer EM-Gruppe vor Ort (Lokale Gruppe)
in einer Online-Gruppe
Zweier-EM online (Telegram-Vernetzungsgruppe)
Eine wichtige Grundlage des EM ist die Polyvagal-Theorie von Stephen Porges. Der Vagusnerv steuert Entspannung, soziale Verbundenheit und Sicherheitserleben.
Ehrliches Mitteilen nutzt diese Mechanismen: Der strukturierte Ablauf schafft Vorhersagbarkeit und Sicherheit, wodurch das Nervensystem vom Alarmzustand in einen Zustand sozialer Offenheit wechseln kann.
Der Begründer des Ehrlichen Mitteilens ist Gopal Norbert Klein, ein bekannter deutschsprachiger Traumatherapeut.
Sein Buch zum EM „Der Vagus-Schlüssel zur Traumaheilung“ verkaufte sich inzwischen über 100.00 Mal.
Neben dem EM hat Gopal ein traumatherapeutisches Verfahren entwickelt, das auf der Auflösung von Glaubenssätzen (sog. Gefahrenprojektionen) beruht. Dies gibt es als Gruppenverfahren (FLOATING) und im Zweiersetting („Gespräche mit Gopal“).
Das Ehrliche Mitteilen unterscheidet sich deutlich von einer Psychotherapie:
EM: Selbsthilfemethode, keine therapeutische Begleitung, kein Ziel außer dem spontanen Mitteilen
Psychotherapie: professionelle Begleitung, gezielte Interventionen, Unterstützung bei emotionalen Prozessen
EM wirkt eher wie eine „soziale Meditation“, während eine Psychotherapie gezielt therapeutische Prozesse anstrebt.
Ehrliches Mitteilen ist radikal strategiefrei. Anders als z.B. bei der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg geht es beim EM nicht darum, etwas zu lösen, zu erreichen oder zu verändern. Das reine Sein und Mitteilen im Hier und Jetzt steht im Vordergrund – ohne Absicht, Bewertung oder Ergebnisdruck.
Im Unterschied zu anderen Sharing-Methoden verwendet man beim EM drei klare Satzanfänge, durch die eine innere Distanz zum Gesagten entsteht (unidentifiziertes Sprechen).
Besonders ist auch, dass die Mitteilungen des anderen nicht kommentiert werden und keine Nachfragen gestellt werden.